Ein literarisch-musikalisches Portrait der deutschen Dichterin Mascha Kaléko (1907 - 1975)
Heribert Knapp, Rezitation
Jutta Rieping, Klavier
Mascha Kaléko wollte keine feingeistige Literatur für einen ausgewählten Kreis schreiben, sie verfasste "Gebrauchsgedichte", die den Adressaten unmittelbar ansprechen.
Ihre schnörkellose Sprache und der direkte Ton machen sie zu einer der prominentesten Dichterinnen deutscher Sprache.
Diese Zuordnung teilt sie damals wie heute mit Erich Kästner, Joachim Ringelnatz und Kurt Tucholsky - stets jedoch bedacht darauf, ihren eigenen Weg zu gehen.
Schon ihr erster Gedichtband "Das lyrische Stenogrammheft" war 1933 ein Bestseller.
„Um der Vielfältigkeit ihrer Gedichte gerecht zu werden“, erklärt Heribert Knapp, „habe ich eine Auswahl getroffen, die den Lebensweg der Dichterin beschreibt: Berlin - New York - Jerusalem.“
„Kaléko war eine strahlende Person und eine erfolgreiche Frau. Ein guter Anlass auch Werke von Komponistinnen auf dem Flügel und Toypiano zu spielen“, erzählt Jutta Rieping. Die Pianistin lotet mit ihrer Musikauswahl die Stimmungen der Gedichte aus, die zwischen Witz und Trauer, zwischen geradezu kabarettistischem Schliff und sanft verwebter Elegie schweben.
Das Duo setzt unterhaltsam und informativ überraschende Akzente und interpretiert Vertrautes neu.